Aktuelles

Radtour gestartet

Am 21.05.2017 ist die Radtour 2017 kurz vor 9 Uhr gestartet.

Frau Kolbe, Frau Tasler und Herr Quednau begleiten die Schülergruppe für eine Woche,

wir wünschen eine gute Fahrt!

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     1.Tag Radtour 2017 Erfurt-Mücheln 98 km

Am Sonntag 7:30 haben wir uns am Parkplatz der IGS alle versammelt. Leider mussten wir unsere Abfahrt um einige Zeit verschieben, da der ADAC kommen musste, um unser Auto durchzuchecken und es startbereit zu machen, da es nicht anspringen wollte. Nachdem dies geschehen ist und wir all unsere Sachen ins Auto gepackt haben, wurde ein erstes Bild geschossen und die Tour ging los. Unser erstes Ziel war der Ringelberg, durch den wir uns auf unserer Reise auf weitere Hügel einstellen konnten. Wir sind durch Kerspleben gefahren und hielten nach Großmölsen zum ersten Mal an. Nach einer kleinen Pause ging es dann weiter und trotz vielen Bergauf Fahrten hielten wir immer zusammen und unterstützten uns. Frau Tasler ist schön mit dem Auto hinterhergefahren, Herr Quednau vorne weg und Frau Kolbe war das Schlusslicht. Nach 70 km haben wir das Ziel fast geschafft, dachten wir zumindest, jedoch traten noch ein paar Probleme auf, wir verfuhren uns und mussten auf einer 2 km langen Bergauffahrt die Fahrräder schieben, da sich einer an der Kniescheibe verletzt hatte. 19 Uhr kamen wir dann endlich in Mücheln an und grillten. Ein sehr anstrengender aber erfolgreicher Tag liegt nun hinter uns.

  1. Tag Radtour 2017 Mücheln – Dessau/Roßlau     110 km

Nach einer fast erholsamen Nacht, die Straßenlaternen beleuchteten unser “Schlafzimmer“ beinahe taghell, packten wir unsere Sachen in Mücheln. Beim gemeinsamen Frühstück besprachen wir den heutigen Routenplan, für diesen sind heute Jessi und Joseph verantwortlich. Noch kurz einen Abstecher in die Kirche und schon ging es los. Zunächst durch das schöne Geißeltal mit den zahlreichen Seen. Einer gefiel uns so gut, dass wir fast eine Ehrenrunde drehten. In Merseburg kehrten wir gegen Mittag im Lidlrestaurant ein, lecker.

Weiter geht’s, quer durch Halle. Städte sind immer eine Herausforderung. Wir haben diese gemeistert und weiter geht es in Richtung Dessau. Ein paar Kilometer liegen noch vor uns.

Bei uns ist alles super. Bombenwetter und Bombenstimmung.

  1. TAG Dessau nach Brück 102 Km

Punkt 7:00 Uhr hieß es wieder raus aus den „Federn“, Frühstück  vorbereiten und Sachen packen. Gemeinsam saßen wir zusammen und freuten uns auf die heutige Etappe. Zunächst machten wir aber „Klar Schiff“, schließlich wollen wir den super netten Gastgebern nicht all zu viel Arbeit hinterlassen. 

Schnell noch einen Rasenmäher repariert und schon ging’s los in  Richtung Elbe. Auf diesen Radweg freuten wir uns sehr, ließ er doch keine Berge vermuten. Natürlich gibt es immer kleinere, nicht zu unterschätzende Tücken. Uns erwischte nun der Pannenteufel. Richtige Radfahrer, wie wir, meistern das und können recht zügig weiterfahren. Es gab auch eine Karambolage.  In  Coswig angekommen, gab es zur Überraschung aller, Pfannkuchen. Neue Energie für die Weiterfahrt.  

Aber jetzt rauf aufs Rad und  weiter geht‘s. Bummeln ist nicht! Für heute Nachmittag ist Regen angekündigt und der Himmel sieht nicht ganz so gut aus.

In Brück angekommen, wurden wir herzlich von Herrn Kautz in Empfang genommen. ER und seine Söhne zeigten uns das super Grundstück. Ein gemütlichen Platz zum Schlafen mit Fußballplatz, Basketballkorb und Trampolin. Einfach idyllisch! 

Gleich im Anschluss kochen wir noch zusammen und werten den Tag aus. 

Die Radgruppe 

  1. TAG Brück nach Nieder Neuendorf 87 Km 

Von unserer Unterkunft in Brück waren wir sehr begeistert. Das Gemeindehaus gab uns viele Möglichkeiten unsere verbliebene Freizeit zu gestalten. Zum ersten Mal durften wir etwas anderes außer Schlafen und Essen machen! Musikalisch-, rechnerisch- (Conny und das Sudoku 😊) und sportlich Begeisterte hatten zahlreiche Optionen (Trampolin, Klavier, Schlagzeug, Fußballplatz, Tischkicker, Gitarre) sich zu entfalten. Auch mit dem Pfarrerssohn Hans freundeten wir uns an. 

Noch etwas verschlafen machten wir uns gegen neun in Richtung Nieder-Neuendorf los. Auf dem Weg dorthin umrühren wir einige sehr schöne Seen. Bei Spandau konnten wir sogar einige Rentner in freier Wildbahn beobachten. Unsere Tour führte uns teilweise auch am Verlauf der ehemaligen Berliner Mauer entlang. 

Am Abend trafen wir am Ziel an, wo wir sofort von Fr. Tasler's Schwester sehr herzlich empfangen und verköstigt wurden. Jedoch erlitten wir einen tragischen Verlust. Unser heißgeliebter Tilli verlässt uns am nächsten Tag nach zehrende Krankheit mit dem ICE in Richtung . Wir werden ihn vermissen.

  1. Tag Nieder Neuendorf nach Menz   80  Km

Nach einem schönen Frühstück im Freien in der Morgensonne, sind wir pünktlich um neun los gefahren, doch bevor wir richtig loslegen konnten, haben wir uns den ehemaligen Grenzturm angesehen und dann ging es auch schon los.

Ca. achtzig Kilometer erwarteten uns. Nach knapp der Hälfte unserer Tour hielten wir an einem Spielplatz und machten eine lange Mittagspause. Wir wurden wie immer perfekt von den Lehren mit Energie, Essen und guter Laune versorgt. 

Dank der guten Motivation, ging es weiter bis nach Schloss Meseberg. Wir waren total geflashed von dem Anblick des Schlosses. Frau Tasler erzählte uns daraufhin etwas über die Geschichte und die Funktion. Dort finden nämlich die G12 Gipfel statt. Außerdem stammt unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel aus Mecklenburg. Und schon ging es auch schon weiter.

Wir meisterten die Berge und Abfahrten. Es hat uns viel Freude und Spaß bereitet. Mit singen und lachen haben wir uns die Fahrt versüßt. Nach folgenden Stunden kamen wir in Menz an. Hier bekamen wir die Möglichkeit im Pfarramt bei Familie Wolf zu übernachten.

Wirklich super fanden wir die Möglichkeit auf richtigen Matratzen zu schlafen. Auf unsere Isomatten haben wir mit Freude für eine Nacht verzichtet. Unsere Lehrer hatten es da nicht ganz so gut und mussten in ihren Zelten schlafen. 

Schön war die gemeinsame Runde am Lagerfeuer, das „Konzert“ von Frau Wolf sowie die Führung durch das Privatarchiv durch Herrn Wolf. Auch der Abstecher zum See war wunderschön. Der Abend verging wie im Flug und wir verstanden uns alle zusammen perfekt. Für uns waren es unvergessliche Stunden und wir können der Familie Wolf an dieser Stelle gar nicht genug danken. 

Die Wie immer tapfere Radgruppe 

  1. Tag von Menz nach Kratzeburg 60 Km 

Nach einer wunderbaren Nacht im weichen Federbett, wurden wir unsanft von einem heiseren Hahn aus unseren Träumen gerissen. Noch halb verschlafen kämpften wir uns aus den gemütlichen Betten, welche wir schon bald vermissten. Im morgendlichen Trott, deckten wir den Tisch und beluden den Transporter. Dies verlief ohne große Zwischenfälle. Leider mussten wir feststellen, dass unser Kanister im Transporter, mit dem Eistee, von Ameisen befallen wurde, welche wohl auch ein ausgewogenes Frühstück somit hatten. Glücklicherweise hatten wir mehr als genug Vorräte, um den Verlust zu verkraften. 

Nach dem guten Frühstück machten wir uns nun auf den 60 Km langen Weg nach Kratzeburg. Die Führung übernahmen heute Conny und Caro, die uns nach einem langen Weg durch den Wald und durch ein AKW endlich an unser lang ersehntes Ziel führten. Obwohl der Weg etwas kurz war, im Vergleich zu den letzten Tagen, radelten wir unter erschwerten Bedingungen. Auf unserer kurzen Reise, wurden wir von Mücken und Bremsen angegriffen. 

Die Freude war groß, als wir die Heimat dieser Biester endlich hinter uns lassen konnten. Die Reise wurde jedoch wenig später erneut unterbrochen, da Jonas eine kleine Schaltungspanne erlitt. Dies war das beste was uns passieren konnte, da sich ein Softeiswagenfahrer wenig später dafür entschied einen kurzen halt mitten auf dem Feldweg einzulegen, um uns mit Eis zu versorgen. Nach dieser kurzen Stärkung setzten wir unsere Reise fort. Kurz darauf erreichten wir unsere Ziel und wir entschieden uns dazu in den Nähe gelegenen See zu springen. Dieser hatte eine gefühlte Temperatur von 5°C. Das störte uns nicht und wir genossen den schönen Abend.

 Nach diesen schönen Stunden besuchten wir die nahe gelegene Kirche. Anschließend aßen wir noch unsere leckeren Nudeln mit Käse-sahne Soße und genossen den restlichen Abend, bei einem gemütlichen Zusammensein.

Liebe Grüße eure Radfahrer 

  1. Tag Kratzeburg nach Greifswald 109 Km

Tag 6. Königsetappe. Uns allen war bewusst dass diese Etappe die wohl härteste sein würde, welche uns bevor stünde. Nach dem wir wie immer gemeinsam unser nahrhaftes Frühstück, dieses mal in Kratzeburg gegessen hatten, liefen die Vorbereitungen für den Tag. Dieses mal beinahe reibungslos, trotzdem wir alle unter Druck standen. Jeder einzelne hatte im Hinterkopf dass wir mehr als 100 Kilometer in der prallen Sonne zurückzulegen hatten. Trotzdem starteten alle mit vollem Elan, denn bald war es geschafft. Jeder wollte ankommen, egal um welchen Preis. Um 9:00 ging es los. Unser Ziel war klar, Greifswald. In der Hoffnung dass wir in dieser Etappe weniger Berge zu überqueren haben, fuhren wir die  ersten Kilometer. Und auf diesen wurde schon deutlich, dass es noch viel härter wird als ursprünglich gedacht. Unsere Hoffnung, auf wenig Berge zu treffen, wurde uns ebenso schnell genommen. Erst ging es hoch hinauf, dann wieder nach unten. Genauso ging es dann auch mit unserer Stimmung und mit unseren Kräften. Jedoch sind wir stolz sagen zu können, dass niemand sein Ziel aus den Augen verloren hat und aufgegeben hat. 

Nachdem wir die Hälfte der Strecke zurückgelegt hatten, welche größtenteils aus holprigen und sandigen Wegen Bestand, waren schon 50 Liter unseres Wasservorrates aufgebraucht. Dank der guten Verpflegung aus unserem Versorgungswagen wurden wir bestens motiviert um die letzten Kilometer ebenso wie die ersten zu meistern. Dank den Motivationsschüben erreichten wir 19:30 Uhr  fertig und ausgelaugt, aber glücklich und voller Stolz unser Endquartier in Greifswald, ein Bootshaus in welchem wir sehr viel Freiraum und einen Fernseher hatten, auf welchem wir später noch das DFB Pokalfinale schauen durften. Das Highlight des Tages war der Anruf beim Pizzaservice, welcher nur wenige Zeit später für jeden eine leckere, siegerhafte Pizza lieferte. Ein Abend, welcher besser gar nicht hätte laufen können. Obwohl wirklich jeder einzelne zeitweise an seine Grenzen kam, kann jeder nun voller Stolz behaupten: „Ich bin von Erfurt bis zur Ostsee mit dem Fahrrad gefahren“. 

Noch etwas später gingen wir, jeder mit gutem Gefühl schlafen. Wir freuten uns darauf was uns am nächsten Tag erwartet. (Ausschlafen, Meer)

Viele Grüße sendet die Radgruppe der IGS Erfurt, welche in 6 Tagen von Erfurt nach Greifswald, 670 Kilometer gefahren sind.

Zahlen zur Tour:

Gefahrene Kilometer: 675 km

Höchste Geschwindigkeit: 50,36 km/h

Fahrzeit insgesamt: 36 h und 15 min

Durchschnittliche Geschwindigkeit: 17,8 km/h

Belege:

  • Schotter
  • Sand
  • Wiese
  • Plattenwege
  • Teer
  • Beton

Unfälle:

  • 2 keine Spätfolgen
  • 1 Kranker, musste die Heimreise antreten

Pannen:

  • Reifenplatten: 2

Durchschnittlich verbrauchtes Wasser: 60 Liter pro Tag

Verbrauch an Dextro Energy: 48 Packungen (480 Stück)

Verbrauch an Müsliriegeln: 340 Riegel

Verbrauch an Obst/Gemüse: 35 Kilo

Mückenstiche jeder mindestens 20

Sonnenmilch Verbrauch: 1 Liter

Regenschirme: 0

Karten: 8